Arbeiten eines Atem Coach
bei Asthma, COPD, Depressionen und Panikattacken und unsere Leistungen !
1. Allgemeine Hauptaufgaben eines Atem-Coachs
Ein Atem-Coach begleitet Klient:innen dabei, durch gezielte Atemtechniken ihre körperliche, emotionale und mentale Gesundheit zu stärken.
Er oder sie arbeitet unterstützend, aber nicht medizinisch-diagnostisch – also ergänzend zu ärztlicher oder physiotherapeutischer Behandlung.
Zentrale Aufgaben:
- Analyse des Atemverhaltens (Beobachtung von Atemmuster, Atemtiefe, Rhythmus)
- Vermittlung von Atembewusstsein (Achtsamkeit auf Atmung im Alltag)
- Anleitung gezielter Atemtechniken und -Übungen
- Schulung in Körperhaltung, Atemökonomie und Atemrhythmus
- Förderung von Entspannung und Stressabbau durch Atemlenkung
- Motivation und Begleitung im Alltag (Selbstregulation)
- Zusammenarbeit mit Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen, Physios etc.
2. Atem-Coaching bei ASTHMA
Ziel:
- Linderung von Atemnot und Panikreaktionen
- Förderung eines ruhigen, kontrollierten Atems
- Verbesserung der Lungenfunktion und Lebensqualität
Aufgaben & Techniken:
- Atembewusstsein
- Erkennen von flachem, hektischem Atem; Schulung in Nasenatmung
- Akute Situation
- Atemübungen gegen Atemnot (z. B. Lippenbremse, „Kutschersitz“)
- Atemökonomie
- Anleitung zur Reduktion von Hyperventilation und unnötiger Muskelspannung
- Entspannung
- Atemmeditation, verlängertes Ausatmen zur Beruhigung des Nervensystems
- Bewegung & Atmung
- Leichte Mobilisation, Dehnung des Brustkorbs, rhythmische Atmung beim Gehen
- Selbstkompetenz
- Schulung im Umgang mit Angst, Panik und Anstrengungsangst
3. Atem-Coaching bei COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)
Ziel:
- Verbesserung der Atemeffizienz und Ausdauer
- Verringerung der Atemnot im Alltag
- Förderung der Selbstständigkeit und Belastungstoleranz
Aufgaben & Techniken:
- Atemerleichterung
- Schulung von Lippenbremse und dosierter Lippenatmung
- Atemrhythmus & Pausen
- Atemrhythmus an Aktivität anpassen („Atemrhythmus in Bewegung“)
- Sekretmobilisation
- Anleitung sanfter Hustentechniken, Körperhaltung zur Sekretlösung
- Brustkorbmobilisation
- Dehn- und Lockerungsübungen für Zwischenrippenmuskulatur
- Bewältigung von Atemnot
- Coaching bei Angst in Atemnotsituationen, Visualisierungstechniken
- Selbstwahrnehmung & Akzeptanz
- Förderung des Vertrauens in den eigenen Atem und Körper
Der Atem-Coach ersetzt keine medizinische Therapie, arbeitet aber ergänzend mit Pulmolog:innen und Physios.
4. Atem-Coaching bei DEPRESSIONEN
Ziel:
- Regulierung des Nervensystems und Stresslevels
- Förderung von Lebensenergie und innerer Ruhe
- Aktivierung parasympathischer Prozesse (Beruhigungssystem)
Aufgaben & Techniken:
- Atembewusstsein
- Schulung in achtsamem Atmen (z. B. 4–6 Atemzüge/Min.)
- Entspannung & Erdung
- Übungen zur inneren Ruhe (z. B. Bauchatmung, 4-7-8-Atmung)
- Vitalisierung
- Aktivierende Atemtechniken (z. B. sanftes „Feueratmen“ oder rhythmische Bewegung mit Atem)
- Körperwahrnehmung
- Verbindung von Atem, Haltung und Emotion – Körper als Ressource erleben
- Emotionale Regulation
- Atem als Werkzeug, um Angst, Trauer oder Spannung zu regulieren
- Achtsamkeitstraining
. Atem als Anker im Hier und Jetzt (Mindfulness-Based Breathing)
5. Ergänzende Aufgabenbereiche
* Dokumentation & Verlaufskontrolle
* Beobachtung von Fortschritten, HRV oder subjektivem Wohlbefinden
* Interdisziplinäre Zusammenarbeit
* Austausch mit Ärzten, Therapeuten, Psychologen
* Prävention & Bildung
* Schulung über Stress, Atmung und Nervensystem (z. B. Workshops, Online-Kurse)
* Selbstfürsorge-Coaching
* Routinen entwickeln (z. B. tägliche 5-Minuten-Atempausen)
Beispielhafte Techniken
° Lippenbremse (bei Atemnot)
° Bauchatmung / Zwerchfellatmung
° 4-7-8-Atmung (Entspannung)
° Box Breathing (Gleichmäßige Atemphasen)
° Atem-Achtsamkeit (Body Scan mit Atemfokus)
° Summen oder Tönen (Vibration im Brustkorb)
Fazit
Ein Atem-Coach für Asthma, COPD und Depressionen:
unterstützt Menschen dabei, durch bewusstes Atmen ihre Atemmechanik, Stressregulation und Lebensqualität zu verbessern –
im Zusammenspiel von Körper, Geist und Emotion.